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8. Mai: Preis für Projekt zur Erinnerungskultur

„Erinnerung ist nicht nur Wissen, sondern Gefühl und Verantwortung“, sagte Diana Machalett, 1. Beigeordnete des Bürgermeisters, in dessen Namen sie heute den Wanderpokal der Stadt Arnstadt verlieh. Anlass war das Erinnern an den Friedensbeginn in Europa, den Tag der Befreiung.

Der Preis wird an Schülerinnen und Schüler vergeben, die sich mit Ursachen und Folgen des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen. In diesem Jahr war die Klasse 10 unserer Emil-Petri-Schule Preisträger. Die jungen Menschen hatten eine herausragende Projektarbeit eingereicht, in der sie sich inhaltlich wie künstlerisch mit dem Leid der Menschen in der KZ-Außenstelle Ohrdruf befasst hatten. Hinschauen, nicht wegschauen – das war ihr Ziel. „Junge Leute wollen die Wahrheit wissen. Begreifbar wird dies mit den Menschen und ihren Schicksalen, die sich hinter abstrakten Opferzahlen verbergen“, sagt Kunstlehrerin Katre Steinbrück. „Über diese Erfahrung bekommen sie den Zugang zu Erinnerungskultur, um den Holocaust für Jugendliche heute begreifbar zu machen.“

Hinschauen,  nicht wegschauen, das sind die Augen aus Glas, die die Schülerinnen und Schüler produziert haben. Es ist der „Glasmensch“, den sie am 8. Mai mit zum Denkmal „Rufer“ am Alten Friedhof mitgebracht haben. Er steht für die Zerbrechlichkeit des Seins, für die Narben, die bleiben in der Biografie der Menschen. „Unsere Schule möchte zeigen, dass Geschichte nicht egal, dass es wichtig ist zu erinnern“, sagt die Kunstlehrerin.

Musikalisch umrahmt wurde die Erinnerungsstunde von Mitgliedern des Bläserchors der Emil-Petri-Schule.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.marienstift-arnstadt.de/aktuelles/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-erinnerungskultur-als-kunstprojekt